2013

  Die Enthüllungen der vergangenen Tage um den Datenschutz erinnerten an George Orwells ­Roman „1984", die Dystopie eines totalitären Überwachungsstaates. Allerdings unterscheidet sich die Realität von der orwellschen Vision: Sie ist nicht düster und bedrückend, sondern gaukelt in bunten Buchstaben und sympathischen Marketingbotschaften eine „Neue Welt des Arbeitens" und ähnlich verlockende Szenarien vor - tatsächlich haben US-Geheimdienste aber in großem Stil Daten von Servern bedeutender US-Konzerne - der „Cloud" - abgerufen, denen auch EU-Bürger ihre wertvollen Daten ­anvertraut hatten.

Werden Einträge in Social Networks wie Facebook gescannt, dann ist das für Unternehmen weniger dramatisch - wer Betriebsgeheimnisse hat, der wird sie nicht Mark Zuckerberg anvertrauen. Doch was ­geschieht mit jenen Unternehmen, deren Firmenhandys auf Googles Android, Apples iOS oder Blackberry - auch Kanada gestand entsprechende Spitzel-Aktionen - laufen? Oder mit jenen, die sich effizientere Teamarbeit von Microsofts Office 365 erhofften, das oft auf Servern  des US-Konzerns läuft?

Es ist derzeit selbst für Experten noch schwierig, die Weitläufigkeit des Systems und die tatsächliche Involvierung der erwähnten US-Konzerne abzuschätzen; zu unpräzise sind dafür diverse ­Informationsquellen. Klar ist aber: Wer Betriebsgeheimnisse hat, der sollte sich nun ernsthafte Gedanken machen.

Österreichs Unternehmen haben in dieser Hinsicht mehrere Optionen. Erstens können sie die Gefahrenlage ignorieren und weiterhin blind den US-Anbietern vertrauen - mit den entsprechenden Vorteilen der Effizienzmaximierung und dem Risiko des Datenverlusts. Zweitens könnte der Schritt in die technologische Steinzeit gewagt werden, indem Cloud Computing, IT-Outsourcing und ähnliche Trends ignoriert werden; die ­Daten finden sich dann nur noch im eigenen Haus, ­abgeschottet vom World Wide Web - das ist sicher, aber ineffizient. Drittens: ein Kompromiss aus beiden Lösungen, bei dem weniger heikle Daten in die Cloud wandern, das Wichtige aber im eigenen Haus bleibt.

  Kursgewinnsteuer (BBG 2011 + BBG 2012) ​ Verlustausgleich für österreichische Privatanleger Ab 01.04.2012 Abzug der Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne bei Realisierung von Neubeständen. Ab 1. April 2012 müssen die Banken 25% Kapitalertragssteuer (KESt) auf realisierte Kursgewinne einbehalten und an das Finanzamt abführen. Betroffen davon sind alle österreichischen Privatanleger, die Wertpapiere aus ihrem Neubestand mit Gewinn verkaufen. Als Neubestände gelten Aktien und Investmentfonds, die nach dem 31.12.2010 entgeltlich erworben wurden, sowie sonstige Wertpapiere und verbriefte Derivate, die nach dem 31.03.2012 entgeltlich erworben werden. Bei Einkünften aus Kapitalvermögen hat der Gesetzgeber bislang vorgesehen, dass ein Verlustausgleich nur im Wege einer Antragsveranlagung des Steuerpflichtigen berücksichtigt wird.

Das Budgetbegleitgesetz 2012 sieht nun vor, dass der Verlustausgleich vom Kreditinstitut vorgenommen wird. Der Verlustausgleich wird von der depotführenden Bank unter Berücksichtigung sämtlicher Depots, die der Steuerpflichtige bei derselben Bank unterhält, durchgeführt. Voraussetzung sind Einzeldepots die im Privatvermögen gehalten werden. Bei Gemeinschaftsdepots ist ein Verlustausgleich nur auf Depotebene vorgesehen. Von der Verlustverrechnung durch die Bank allgemein ausgenommen sind Depots, die betrieblichen Zwecken dienen, sowie Depots, die treuhändig gehalten werden. Verluste aus Wertpapiertransaktionen werden gegen Kursgewinne (bei Neubeständen!) und Wertpapiererträge gegengerechnet. D.h. die Bemessungsgrundlage für die Steuerschuld aus KEST-pflichtigen Einkünften (Kursgewinne aus Neubeständen, aber auch Dividenden und Ausschüttungen von Alt- und Neubeständen, Kuponzahlungen von Neubeständen) wird automatisch um die realisierten Verluste vermindert. Kursverluste können aber immer nur innerhalb eines Kalenderjahres steuerlich geltend gemacht werden und dürfen nicht in das nächste Kalenderjahr mitgenommen werden. Für das Jahr 2012 wird der Verlustausgleich nachträglich im Rahmen einer Endabrechnung bis spätestens 30.04.2013 durchgeführt und ggf. wird eine zu viel bezahlte KESt für das Jahr 2012 gutgeschrieben.

Ab 01.01.2013 erfolgt eine laufende Verrechnung von zunächst angefallenen Verlusten mit später anfallenden Gewinnen. D.h. die Anleger müssen nur KESt für die positive Differenz zahlen und bekommen die bereits einbehaltene KESt bei der Realisierung von Verlusten binnen eines Monats wieder gutgeschrieben und nicht erst am Jahresende. Ein Verlustausgleich zwischen Depots bei verschiedenen Kreditinstituten ist nicht möglich. Eine Verlustverrechnung von Depots bei verschiedenen Banken ist nur im Wege der Veranlagung (Einkommensteuererklärung) möglich. Alle rechtlichen und steuerlichen Informationen sind ohne Gewähr und stellen auf den Zeitpunkt der jeweiligen Information ab. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie die Aktualität der Informationen wird keine Haftung übernommen. Alle Angaben dienen lediglich einem allgemeinen Überblick und ersetzen bei der Beurteilung von Einzelfällen nicht die Beratung durch einen Steuersachverständigen. Für detaillierte und weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Steuerbehörde odereinen Steuerberater. Diese Mitteilung wurde ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und stellt keine Empfehlung zum Kauf oderVerkauf eines bestimmten Wertpapieres oder zur Verfolgung einer bestimmten Anlagestrategie oder eine sonstige Form der Anlageberatung dar. Erstellt: 28.03.2012 2011

  Gold und Franken adé - fast keine sicheren Häfen mehr. Fremdwährungskredit-Tilgungsträger mit Milliarden unter Wasser. ​ Gold und Schweizer Franken bieten den Anlegern nach Ansicht der UBS keine Zuflucht mehr vor der Euro-Schuldenkrise und den Turbulenzen an den Finanzmärkten. Anlegern bleiben nun höchstens noch die norwegische Krone oder der Singapur-Dollar. Mit Bindung des Frankens an den Euro habe die Schweizerische Nationalbank (SNB) im September die Schweizer Währung faktisch von der Liste der als sicher geltenden Anlagen genommen, schrieb Friedmann. Es sei anzunehmen, dass die SNB die Euro-Untergrenze mindestens in den nächsten sechs Monaten bei 1,20 Franken halten werde. Wenn die Schweizer Wirtschaft aber noch mehr unter Druck komme, könnte der Franken über eine Anhebung dieser Grenze abgewertet werden.

Schatten selbst über Gold. Anleger könnten nicht davon ausgehen, dass sich das Edelmetall als sichere Anlage erweise, sollten Investoren Gold in großem Stil verkaufen, um an Liquidität zu kommen. Zahlreiche kapitalaufbauende Tilgungsträger von Fremdwährungskrediten - hauptsächlich Fonds - sind in Österreich derzeit massiv unter Wasser. Demnach lag die Deckungslücke heuer zur Jahresmitte bei 5,4 Mrd. Euro. Das waren 19 Prozent des aushaftenden Tilgungsträgerkredit-Volumens. In der zweiten Jahreshälfte 2011 hat sich diese Lücke noch weiter aufgetan. Hauptgrund: Drei Viertel dieser Tilgungsträger hängen am Kapitalmarkt. Wirft der Tilgungsträger allerdings auf Dauer weniger ab als erwartet, kann am Laufzeit-Ende zu wenig Geld da sein, um den Fremdwährungskredit zu bedienen. In Österreich ist zwar die Neukreditvergabe in Fremdwährung auf geringem Niveau geblieben. Allerdings blieb der Bestand hoch - nämlich bei 58,5 Mrd. Euro per September 2011. An private Haushalte waren 41,2 Mrd. Euro vergeben, vor allem in Franken. a paragraph. Click here to add your own text and edit me. It’s easy. Just click “Edit Text” or double click me and you can start adding your own content. Feel free to drag and drop me anywhere you like on your page. I’m a great place for you to tell a story and let your users know a little more about you.

  2010 Inflation, wohin man nur schaut. ​Das ganze letzte Jahr wollten einem die Experten weismachen, dass keine Inflation möglich sei. Dabei war schon deutlich zu spüren, dass dies kaum möglich sein kann, wenn Agrarrohstoffe, Metalle, Öl, öffentliche Dienstleistungen nur den Weg nach oben kennen. Jetzt geben sich dieselben Experten erstaunt, dass im Euroraum die Inflation tatsächlich über 2% steigt. Dass die Inflation nicht von selbst kommt, sondern durch die lockere Politik der Zentralbanken induziert wird, das zu erkennen, bedarf es keines Wirtschaftsstudiums. ​ Dabei liegt je nach Land die für den Konsumenten spürbare Inflation ohnehin deutlich über der offiziellen Preissteigerungsrate. Denn seit Jahren bedient man sich aller möglichen Tricks, um die Inflation tief erscheinen zu lassen.Besonders hervorgetan haben sich hier die USA, wo wegen dem ganzen Inflationsschwindel, der seit der Ära Clinton massiv zugenommen hat, eine eigene Website, www.shadowstats.com , ins Leben gerufen wurde, die nach unveränderter Methodik die Inflation misst. Mit dem Ergebnis, dass dann die Inflationsrate ein Mehrfaches (!) der Rate laut offiziellem Consumer-Price-Index (CPI) ist. Zu den Inflationstricksereien der USA gibt es ein interessantes aktuelles Interview mit dem Gründer und Betreiber von Shadowstats, John Williams, das zu lesen sich sehr empfiehlt und auch auf deutsch vorliegt: http://www.goldseiten.de/ Inflation, wohin man nur schaut.

Eine weitere Meldung, die zu denken gibt: In den USA helfen nun auch die Lebensmittelhersteller mit, die Inflation zu vertuschen, indem sie klammheimlich die Inhalte ihrer Verpackungen verringern (http://www.n-tv.de/ ). Da in Europa vor kurzem normierte Inhaltsmengen abgeschafft wurden und so ziemlich jede Füllmenge erlaubt ist, wird das auch hier rasch Schule machen: Gleiche Packung, leicht reduzierter Inhalt. Asset-Inflation ist ohnehin längst außer Kontrolle. Soll der Preis nicht steigen, sinkt eben der Inhalt. Das viele vagabundierende Geld aus den quantitativen Easings-Maßnahmen der Notenbanken will natürlich angelegt sein. Ein Teil ist in die Rohstoffe gewandert und treibt dort die Preise, der andere Teil, der nicht in Staatsanleihen parkiert wurde, pusht die Aktienbörsen und bedroht den Aufschwung in den Schwellenländern. Denn diese können sich vor lauter anlagesuchendem Geld kaum mehr erwehren und müssen mit allen Mitteln versuchen, die Kurssteigerungen ihrer Währungen in den Griff zu bekommen. Denn mit allzu hoch bewerteten Währungen ist der Kostenvorteil bald dahin und die Produktionsverlagerung in diese Länder wird unrentabel. Womit es auch mit dem Aufschwung der Entwicklungsländer bald vorbei wäre. Daneben muss auch noch gegen den wachsenden Unmut der Bevölkerung angekämpft werden, die sich mit rapide steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert sieht. Aber die Inflation existiert ja nur in den Köpfen einiger pessimistischer Schwarzseher! Und so ist das Deflationsgespenst nach wie vor der Lieblingspopanz einiger Ökonomen aus dem Umkreis der Federal Reserve und das Feigenblatt, hinter dem man ungeniert weiter zügellos Geld drucken kann.

  2010 Die Vermögenszuwachssteuer.  Die Vermögenszuwachssteuer und die Bankensteuer werden dazu führen, dass die Banken als einzige eine Verwaltungsreform (aber hin zu mehr Verwaltung) machen müssen. • Gegenrechnung von Verlusten nur über die Steuererklärung möglich • Keine Gegenrechnung mit anderen Einkunftsarten • Fondsbehandlung ist noch sehr nebulös. Der Anleger muss dann die zwischen dem Stichtag des Fondsanbieters und dem Verkauf angefallenen, Kurssteigerungen selbst versteuern.  Vermögende Privatkunden werden dadurch erst recht angespornt, ihr Vermögen in anderen Strukturen anzulegen und Steuer- und Vermögensberater werden entsprechend erfinderisch sein. Die Steuer wird daher vor allem Kleinanleger treffen, für die solche Lösungen nicht wirtschaftlich sind oder denen das entsprechende Know-How fehlt. FAZIT: - die Steuer ist ökonomischer Blödsinn: Sie kostet mehr, als sie bringt (dazu Riesenaufwand bei Finanzämtern) - die grossen Spekulanten können sie locker umgehen, der kleine Privatanleger nicht. - die Aktie als Vorsorgeinstrument müsste gefördert, nicht besteuert werden (selbst bei langen Fristen fällt die Steuer an) - Gewinne automatisch, Verluste via Finanzamt (Kredit an den Staat) - VfGH-Anfrage ist nötig.

  2009 Franken-Kredite: „Wer durchtaucht, wird freudig aus der Wäsche schauen.“  Fremdwährungskreditnehmer schielen weiter nervös auf die Entwicklung des Franken.  ​ Fremdwährungskreditnehmer schielen weiter nervös auf die Entwicklung des Franken. Experten raten aber einen kühlen Kopf zu bewahren und sich stattdessen an den niedrigen Zinsen zu erfreuen. Der Franken lässt gegenüber dem Euro weiter seine Muskeln spielen. Anfang September ging es gegenüber dem Euro gefährlich an die 1,28-Marke. Aktuell erhält man für einen Euro rund 1,25 Franken. Anfang November 2009 waren es immerhin noch gut 1,5 €. Seit damals hat sich der „Swissy“, wie Devisenhändler die Währung nennen, gegenüber dem Euro um rund 8,6 Prozent verteuert. Vor allem Fremdwährungskreditnehmer beobachten diese Entwicklung mit Besorgnis ist doch der Schweizer Franken der Klassiker dieser Kreditform. Es stellt sich die Frage, wie lange der Atem reicht, die Launen des Franken noch zu erdulden. Denn Herr und Frau Österreicher sind auf den Franken angewiesen: Rund ein Drittel aller österreichischen Bankkredite an private Haushalte sind in Fremdwährungen, insgesondere Franken vergeben. Banken empfehlen Umstieg. Die Banken haben indes aus ihrer Sicht schon seit längerem eine "Optimallösung" für ihre Kunden gefunden: Sie empfehlen eine Umwandlung der Franken-Kredite in Euro. „Ihr primärer Antrieb dahinter ist, dass die FMA den Banken eine Reduktion nahegelegt hat“. „Die Banken verstecken sich hinter der FMA. Dabei handelt es sich dabei lediglich um eine Empfehlung. Entscheiden können die Banken selbst“ Genau diese Umwandlungen soll aber mit ein Grund für den starken Anstieg des Franken sein. „Banken in Österreich und CEE drängen massiv auf eine Reduktion von Fremdwährungskrediten. Genau das hat den Franken getrieben. „Für Banken stellt das Fremdwährungsrisiko sicher eine größere Gefahr dar, als für den klassischen Kreditkunden“. Durchtauchen und Zinsersparnis beiseitelegen.

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